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  • “Der hauseigene Neger”

    Von waltero | 10.April 2010

         „Der hauseigene Neger” 

                                                                                                                                                        

    Ein fast schon philosophischer Gedanke beschäftigt mich zurzeit ständig. Als wir vor ca. 20 Jahren das erste Mal auf Koh Tao auftauchten, kostete unsere Billighütte, incl. American Standard Sitztoilette, sage und schreibe 350 Bath. Heute, ein ganzes Dackelleben später, kostet die gleiche Hundehütte immer noch 350 Bath. Selbstverständlich ist die Kloschüssel noch dieselbe und die Matratze kommt mir auch irgendwie bekannt vor. Doch die Frage, die mich lange Zeit beschäftigt hat, war: Wie kann man die Mietpreise über die Jahre hinweg auf diesem niedrigen Niveau halten?

    Dass die Jugend dieser Welt, auch die der westlichen Welt, meistens nicht allzu viel Kohle in der Tasche hat, ist an sich irgendwie logisch! Doch diese Tatsache allein erklärt die Stagnation der Preise auf diesem niedrigen Level bei Weitem nicht. Es gibt hier etwas ganz Besonderes, was die Preise auf indischem Niveau hält. Auf  Koh Tao haben etliche Thais ihren hauseigenen „Neger“!

    Natürlich würde ich so eine sozial unkorrekte Aussage niemals zu Papier bringen, aber ich weiß nicht, wie ich es anders formulieren könnte.

    Da sich der kleine Siamese schon aus traditionellen Gründen nicht gern unnütz bewegt, hatte er eine geniale Geschäftsidee. Um die Lohnnebenkosten niedrig und sich selbst ruhig zu halten, holt sich Klein Thai seine Vettern und Cousinen aus Birma auf die Insel. Der Burmese ist in Thailand in etwa das, was für den deutschen Bauunternehmer der Albaner, der Rumäne oder der Bulgare ist. Es sind meistens einfache, fleißige Leute, die von diesen Halsabschneidern, natürlich nur aus reiner Menschenfreundlichkeit, ausgebeutet und versklavt werden. Es ist schon erstaunlich, wie einfach man acht Weißrussen und vier Ukrainer in einem Baucontainer unterbringen kann, ohne dass einer von ihnen über Platzangst klagen würde. Aber der Burmese ist noch um einiges flexibler in der Lagerhaltung. Ähnlich wie Weinflaschen, kann man die Burmesen im Regal auf und nebeneinander lagern. Erstaunlicherweise kommen die allermeisten von ihnen dabei nicht ins Kippen. Dieses abartige Stapelsystem macht es möglich, dass es einige Ferienanlagen auf Koh Tao gibt, deren gesamte „Manpower“ aus Burma stammt. Obwohl das Wort „Manpower“ eigentlich nicht wirklich passt, da der Burmese, ähnlich wie sein thailändischer Blutsbruder, auch nicht gerade zur Hyperaktivität neigt. Seine Begeisterung für körperliche Bewegung hält sich ebenfalls in Grenzen. Dafür bewegt sich die Burmesin mindestens fünfmal schneller als ihr männlicher Landsmann. Der entscheidende Vorteil beim Burmesenimport liegt natürlich im Großeinkauf.

    Es gibt Rabatte ohne Ende auf dem Burmesenmarkt. Überall stehen unsichtbare Verkaufsschilder auf denen geschrieben steht: „Nimm 3, aber bezahle nur 2!“ Bequeme Ratenzahlung möglich! Du bekommst ein Dutzend Burmesen zum Preis von zwei thailändischen Arbeitskräften. Und der Burmese schreit nicht nach Gewerkschaft, Betriebsrat, Mindestlohn, 38,5-Stunden-Woche oder Pendlerpauschale. Blöd „Verdi“ sein, sagt sich der Burmese. In diesem Fall ist er biegsam wie ein Bambus und das schätzt der kleine Siamese an seinem Vetter. Ich habe auch noch nie davon gehört, dass ein Burmese vor ein thailändisches Arbeitsgericht gezogen wäre, um seinen Arbeitgeber wegen Ausbeutung und illegaler Sklavenhaltung zu verklagen. Natürlich würde die Justiz in einem solchen Fall mit aller Härte erbarmungslos zuschlagen. Allerdings nur auf den kleinen Burmesen! Das kleine Männlein würde sehr wahrscheinlich nach einem Standgericht nie wieder gesehen und seine Stelle durch einen anderen Burmesen besetzt werden. „Advokat und dein Anwalt hilft“, aber nicht überall und auch nicht jedem, würde Novalis an dieser Stelle wohl anmerken. In Deutschland arbeitet diese Art von Tagelöhner oft schwarz, aber in Siam arbeiten die Burmesen bis sie schwarz werden. Während der Albaner auf einer Baustelle in Deutschland immerhin 30 Euro Cash am Tag einschiebt, zumindest wenn er an demselbigen 12 Stunden ohne Pause arbeitet, steckt der Burmese diesen astronomisch hohen Betrag im Monat ein.

    In seltenen Fällen bekommt der kleine Burmese einen noch kleineren „Bangladeschi“ zur Seite gestellt. Das ist der Mann fürs Grobe! Dieser kleingewachsene Spezialist wird überwiegend im Sanitär- und im Rohrreinigungsbereich erfolgreich eingesetzt. Mit seinen feingliedrigen Händen befreit er wirklich jede Abwasserleitung von Verstopfungen aller Arten. Mit der Anstellung eines „Bangladeschis“ spart sich der Siamese auch das Geld für eine Motorspirale, eine Saugglocke und all das andere teure Werkzeug, das der Rohrreiniger normalerweise so braucht. Denn wie gesagt, die Zauberkraft des Sanitärspezialisten liegt in seinen schmalen Händen! Wenn die Kacke aber wirklich am Dampfen ist, dann greift auch dieser kleine Mann auf eine ganz spezielle Geheimwaffe zurück: Auf seine Frau! Die anmutige „Bangladeschi-Frau“ steht auf der untersten Stufe der Arbeiterhierarchie und verflucht insgeheim die „anderen“, die sie dort unten abgestellt haben. So schließt sich der Kreislauf des Lebens wieder einmal in der untersten Schublade im Kasten des Systems. Sperrt man einen Europäer in die unterste Lade des Lebens ein, dann fällt er wahrscheinlich in eine nicht enden wollende Dauerdepression. (Warum ausgerechnet ich? Warum nicht jemand anders? Wieso? Weshalb? Warum?)

    Der Asiat ist anders. Er sieht Licht am Ende des Tunnels. Denn auch er hört eine innere Stimme, die ihm leise zuflüstert: >Hast du in diesem Leben schlechte Karten, dann musst du auf das Nächste warten!< (Asiatische Bauernregel.) Gemäß der hinduistisch-buddhistischen Vorstellung von der Wiedergeburt ist auch für die Unterschicht im Lande noch nicht alles verloren. In einfachen Worten ausgedrückt: Wer in diesem Leben die Arschkarte gezogen hat, der bekommt im nächsten Leben ein besseres Blatt.

    Und so träumt die „Bangladeschi-Frau“ davon, als „Bangladeschi-Mann“ zu reinkarnieren, die Frau des Burmesen wünscht sich ebenfalls eine Geschlechtsumwandlung fürs nächste Leben und …!

    Dieses an sich männliche Prinzip sorgt dafür, dass in diesem Leben alles beim Alten und der Asiat in seiner Grundeinstellung optimistisch bleibt. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese „Im nächsten Leben wird alles besser“-Philosophie von denjenigen, die in diesem Leben schon alles haben, sehr geschätzt und gefördert wird. Zu den glühendsten Verfechtern dieser im Hinduismus wurzelnden Glaubenslehre gehören in erster Linie Geschäftsleute, Großgrundbesitzer, Politiker und Männer im Allgemeinen! Obwohl ich ein vollwertiges Mitglied der zuletzt genannten Gruppe bin, lehne ich diese realexistierende, speziell von Männern gelebte Lebensphilosophie entschieden ab. (Meine Frau übrigens auch!) Das ist zumindest unsere Sicht der Dinge. Doch was ich eigentlich damit sagen wollte, ist: Auch Siamesen haben mitunter ihren „Neger“! Leider! 

    Good night, Siam! 

        

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    FRÜHLINGSERWACHEN

    Von Angela Cochell | 5.April 2010

    FRÜHLINGSERWACHEN 

    Der Winter nimmt Abschied,mit noch wenigen kalten Tagen.

    Auch die Nächte mit Frost und Eis,könnte man sagen,haben nach so langer kalter Winterzeit,das Recht, zu ruhen, Kräfte zu sammeln bis zu den nächsten Wintertagen. 

    Der Frühling wird den Winter ganz still verdrängen,graue Wolken werden nicht mehr den Himmel verhängen.

    Die Sonne steigt langsam höher am Firmament,die Vögel trillern wieder lustig ihre Melodien,immer grüner wird Feld und Flur,nun ist es Frühling, so will es die Natur. 

    Mit bewundernden Blicken,ganz in Dich versunken,nimmst Du ganz sachte wahr,wie der milde Wind,ganz leicht streift Dein Haar. 

    Krokusse, Narzissen, Hyazinthen entfalten ihre wundervolle Pracht.

    Ihr Duft verbreitet etwas wohltuendes,in Deiner Nase kribbelt es ganz sacht. 

    Einmal im Jahr darfst Du diesen wundervollen Duft genießen,wenn die ersten Frühlingsboten ihre Blüten entfaltenund nach und nach aus der Erde sprießen.  

    Angela Cochell

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    OHNE LIMIT VON SUSANNE ULRIKE MARIA ALBRECHT

    Von ENGEL0311 | 27.März 2010

    OHNE LIMIT

    VON SUSANNE ULRIKE MARIA ALBRECHT

    Eine Botschaft

    Direkt an deine Seele

    Habe das Licht gesehen

    In deinem Innern

    Es ist entfacht

    Lass es weiter scheinen

    So hell wie die Sonne strahlen

    Uns aus dem Ozean des Lichts

    In das Abenteuer Leben starten

    Seelenflüge

    Ohne Limit

    Ein Wimpernschlag

    Zeit genug für einen Traum

    Die Wirklichkeit unbegrenzt nutzen

    Uneingeschränkt leben

    Ohne Limit

    Copyright Susanne Ulrike Maria Albrecht

    http://engel0311.jimdo.com/

    http://www.blogigo.de/ENGEL0311

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    Weiße Hochzeit von Susanne Ulrike Maria Albrecht

    Von ENGEL0311 | 16.März 2010

    Weiße Hochzeit

    von Susanne Ulrike Maria Albrecht

    Weiße Hochzeit

    Die Nachrichten bringen

    Den neuesten Stand

    Zur Geiselnahme

    Gefährlich große Buchstaben

    Berichten in der Zeitung

    Von einer bevorstehenden

    Lebenslangen Haft

    He, kleine Schwester

    Was hast du getan?

    Tag und Nacht

    Im Fernseher

    Bedrohung pur

    Am Rande der Dunkelheit

    Abgründe tun sich auf

    Beängstigende Gratwanderung

    Zwischen

    Strafvollzugsanstalt

    Und Tod

    Unverfälschte Hingabe

    Stillschweigen

    Tagtägliche Sensation

    Zwangsweise auf der Flucht

    Die Welt schaut hoch

    Zu meinem Fenster

    Copyright  Diskurs Verlag

    Auszug aus dem Lyrikband “Weiße Hochzeit”

    Neuerscheinung Frühjahr 2010

    DISKURS VERLAG

    Albrecht, Susanne Ulrike Maria

    “Weiße Hochzeit” Lyrik

    Taschenbuch

    ca. 40 Seiten

    ISBN 978-3-9812590-7-0

    EUR (D) 6,00

    Friedrich Schiller:

    An den Dichter

    Laß die Sprache dir sein, was der

    Körper den Liebenden. Er nur

    Ist’s der die Wesen trennt und

    Die Wesen vereint.

    Johann Christoph Friederich Schiller

    Susanne Ulrike Maria Albrecht

    http://engel0311.jimdo.com/

    http://www.blogigo.de/ENGEL0311

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    Regen von Susanne Ulrike Maria Albrecht

    Von ENGEL0311 | 12.März 2010

    Wie der Regen prasselt,

    Auf die Dächer trommelt,

    Alle Bäume werden von ihm gepeitscht.

    Wie der Regen in die Höhe springt,

    Vor Freude, dass das ganze Land

    In tiefen Pfützen liegt.

    Durch die Straßen läuft er,

    Macht so viel Spuk darum,

    Singt lustvoll Spottlieder in den Weiden.

    Schnaubend packt er die Bäume beim Schopf,

    Lässt sie lachend in seinem Takt tanzen,

    Die Freudentränen fallen unentwegt dazu.

    Copyright  Susanne Ulrike Maria Albrecht

    http://engel0311.jimdo.com/

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