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Der Hexer
Von Amilia | 16.Januar 2009
„Du weißt, dass es nicht so ist wie Du denkst.
Ist es das was Du denkst? Was denkst Du was es ist?
Sind es die Gedanken über die wir uns Gedanken manchen sollten?
Schaut her ihr lieben Leute…, ja sie da, kommen sie näher.”
Ich schaue mich um. Weise mit meinem Zeigefinger auf meine Brust und frage :”Sie meinen mich? Der Mann lachte. Ich stellte mir mein perplexes Gesicht vor und versucht mich wieder zu fassen. Fraglich ob es mir gelang.
„Ja, genau Sie… . Sie sehen wie ein Mann voller Gedanken aus”.
„Wer denkt denn nicht” entgegnete ich. Der Wind spielte mit dem langen blauen Mantel. Die Halbmonde faszinierten mich. „Guter Mann, ich habe wenig Zeit, entschuldigen Sie”.
Ich wende mich vom Spitzhut ab, blicke mit bekümmerter Miene zum Himmel und war bereit meinen Weg fortzusetzen.
„Ich entschuldige Sie aber nicht”
„Wie bitte?”
„Doris Conrey wird warten.” Die tiefliegenden blauen Augen schauten mich ernst an. Ich schluckte. „Woher, ähm… , woher wissen sie vom Prozess?”
Die buschigen Augenbrauen krümmten sich nach oben. Ich rätselte ob man sie als zusammengewachsene Brauen bezeichnen würde. Wahrscheinlich ja.
„Es steht alles in der Zeitung. Im ganzem Country ist ihr Fall bekannt.”
„Tatsächlich… . Sagen Sie Herr, ähm.” Die Silberohringe verwirrten mich. Gleich drei auf jeder Seite. „Setzen Sie sich” sagte der alte Mann. „Was ich fragen wollte war… ,
Was verkaufen sie eigentlich …?” Es dämmert. Die weißen Handschuhe schienen durch das Straßenlampenlicht gelblich.
„Raten Sie”: erwiderte der Mann keck.
„Irgendeinen Hokus Pokus, mit dem Sie den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen.”
Der Alte seufzte tief. Dabei wölbten sich seine Barthaare.
„Ich helfe den Menschen dabei an das richtige zu denken”
Und dann schrie er wie ein Irrer dem Himmel entgegen:
„Du weißt, dass es nicht so ist wie Du denkst.
Ist es das was Du denkst? Was denkst Du was es ist?
Sind es die Gedanken über die wir uns Gedanken manchen sollten?
Entgeistert schaute ich den Hexer an. Dabei bemerkte ich den Goldzahn, der so gar nicht einem Zahn ähnelte, eher einem grobem Klumpen.
Für einen kurzen Augenblick dachte ich, ich träume.
Der Blick des Zauberers schweifte zum Himmel. Die ersten Sterne sind sichtbar. Es würde eine klare Nacht werden.
„Halten Sie die Frau für schuldig?” Wie monoton dem Magier diese Worte über die Lippen kamen.
„ Ich bin ihr Verteidiger”
„Ich frage sie nicht als Conroys Verteidiger… .”
Ich überlegte wie am geschicktesten zu antworten wäre. „ Doris Conroy hat ihren Mann und ihre Kinder auf brutalste und abscheulichste Art und Weise ermordet.”
Der Hexer schaute mich direkt an:„Zwei Mädchen hatte sie. Richtig? Wenn ich mir vorstelle, bildhübsche Frauen wären es geworden.”
Schweigen. Mein Blick richtete ich ins Lehre. Mit den Gedanken war ich bei meiner Klientin.
Zweifel überkamen mich. Stille.
Der Dom läutete neun Uhr. Ich erwacht wie aus einem Traum. Ein Schauer überkam mich. Jetzt erst bemerkte ich wie kalt es doch war.
Ich schaute auf. Der Mann grinste und zeigte dabei seinen Goldklumpen.
„Es ist schon spät.”: sagte ich und stand auf. „Ja”, erwiderte der Mann und strich sich den Bart glatt. „Hier” Er drückte mir ein Kärtchen in die Hand. „Wofür ist die?”: fragte ich.
„Falls Sie mich mal wieder brauchen.” Ich nickte nur und verschwand in der Dunkelheit.
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