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    Was? (Autor: york)

    Von admin1 | 6.Februar 2008

    Ich erwachte aus dem Halbschlaf, weil ich schlurfende Geräusche auf der Kellertreppe unter der Parterrewohnung wahrnahm.
    Die Schritte stammten von jemandem, der abwärts tappte.
    Nachdem das Ende der Treppe erreicht war, hörte ich nichts mehr.
    Ich erwachte vollends um mich zu orientieren.
    Angespannt versuchte ich dem Dunkel Geräusche zu entnehmen.
    Direkt unter mir musste jemand seine Briketts gelagert haben,
    denn ich hörte nun, wie eine Kohle die Spitze des Schüttkegels verließ
    und den Berg hinab kollerte.

    Nach einer kurzen Pause folgen Töne,
    von denen ich weiß, ich kenne sie -nur begreife ich nicht woher.
    Um das zu ergründen, stelle ich mir vor, wie ich mich in diesem Augenblick
    im Keller befinde, ganz in der Nähe des Kohlenberges.
    Das Kellerlicht ist schwachgelb.
    Deutlich sehe ich den Gang zur Treppe, auch die mit Brettern abgetrennten Buchten, obwohl ich vorher nie an diesem Ort war.
    Von der Kammer, die sich unter meiner Schlafstätte befindet, trennt meinen Blick eine Tür. Die Tür steht halb offen.
    Ich luge durch den Spalt zwischen Türangel und Mauer.
    Ein älterer Mann mit grauen langen Haaren in Jeanskleidung hockt auf dem
    Kohlehaufen. Er kauert, denn bis zur Decke bleibt nicht viel Platz.
    Er hält seinen Kopf unnatürlich abgeknickt um nach oben zu sehen.
    Mit einer Hand hält er Balance, mit der anderen betastet er die Steine über sich.
    Als ich die Augen öffne, sitze ich wieder in meinem Bett und starre
    auf die Bettdecke.
    Vor meinen Augen wird es sehr hell und die Dinge werden durchsichtig.
    Ich blicke in die hellgrünen Augen des Alten und er grinst mich an.
    Er streichelt mit seiner Hand die imaginäre Wand zwischen uns.
    Er schüttelt leicht den Kopf und trägt dazu eine Miene, die mich fragt:
    ” Das hast Du nicht gewusst?”

    Ich schloss meine Augen und sank zurück ins Dunkel.
    Erst jetzt bekam ich Angst und hörte, ob sich die Wohnungstür bewegte.
    Ich wartete, ob die Schritte wieder die Treppe hinaufführten.

    Ich versuchte ihn mit aller Konzentration auf den Hof,
    nach draußen zu lenken.
    Weg von mir!

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